19. Mai, 2016

Gemischte Gefühle.

Traurig, dass es bald vorbei ist. Dankbar, dass ich es erleben durfte. Froh, dass alles so gut ging. Stolz, dass ich es getan habe.

Es sind wirklich gerade alle Gefühle vorhanden. Es tut weh von hier weg gehen zu müssen. Denn „City“ hat es wirklich gut mit mir gemeint und sich mir von ihrer schönsten Seite gezeigt. Ich bin wirklich verliebt. Verliebt in City und in alles, was ich hier erleben durfte.

Es ist wirklich unglaublich was man in kurzer Zeit alles erleben kann, wenn man sein Herz öffnet und bereit ist, sich auf etwas Neues einzulassen. Alles wird möglich und alles kann gut sein. Auch wenn Veränderungen meistens zuerst Angst machen und man sich an das Neue gewöhnen muss. Aber wenn man offen ist dafür, wird das Neue schon bald „normal“ und fühlt sich gut an.

Ich bin wirklich äusserst dankbar um diese Zeit hier. Das war eine unglaublich wichtige Entscheidung und wird mein weiteres Leben entscheidend mitprägen.

19. Mai, 2016

Finally I got!
Schlussendlich habe ich doch noch gefunden, was ich von Beginn an gesucht habe! Ein paar richtig coole Jeans!
Und was sind sie? Genau! Völlig überteuert und noch nicht mal aus den USA!
Aber egal. Hauptsache cool ;)

19. Mai, 2016

Also das ist Amerika pur! In einem Diner kommt man sich wirklich vor wie in einem amerikanischen Film. Völlig unreal und kitschig. Aber auch wieder irgendwie lässig und cool. Aber auch wenn das amerikanische Essen besser als erwartet ist, bin ich essenstechnisch froh, bald wieder zuhause zu sein. Denn hier isst man doch eher ungesund und die Pommes und die Hamburgers machen sich auch schon langsam auf meinen Hüften bemerkbar.

19. Mai, 2016

Mit einem Cable Car durch San Francisco zu fahren, ist wirklich ein Erlebnis besonderer Art und etwas, was es nur hier gibt. Es ist nämlich die einzige verbliebene Kabelstrassenbahn der Welt mit entkoppelbaren Wagen. Der Engländer Andrew Hallidie hat die Cable Cars 1873 hierher gebracht und machte San Francisco damit schon früh berühmt. Leider zerstörte das grosse Erdbeben am 18. April 1906 die meisten Linien und somit waren die goldenen Zeiten der Cable Cars erstmals vorbei. Einige Linien wurden jedoch wieder hergestellt und seit 1964 sind drei Linien aktiv. Eine einfache Fahrt von Powell bis nach Fisherman‘s Wharf kostet 7 Dollar. Man braucht dafür jedoch viel Geduld, denn es scheint, dass die Warteschlangen bei den Hauptstationen nie aufhören.
Heute habe ich das Cable Car Museum an der Mason Street besucht. Hier erfährt man viel Spannendes über die Geschichte der Cable Cars und erhält einen guten Einblick, wie alles funktioniert. Und da das ganze nichts kostet, ist es auf jeden Fall ein Besuch wert!

19. Mai, 2016

Ich habe lange überlegt, ob ich DAS Touristenmagnet in San Francisco, Alcatraz, überhaupt besuchen soll oder nicht. Um ehrlich zu sein hat es mich gar nicht so richtig angemacht und auch abgeschreckt, dass man Tage wenn nicht schon Wochen im Voraus Tickets kaufen muss. Da aber meine Schwester mir gesagt hat, dass sich der Besuch auf Alcatraz lohnt, habe mich doch noch entschlossen, dorthin zu gehen. Und heute war es dann so weit.

San Francisco schien zu spüren was ich vor hatte und schickte mir das entsprechende Wetter zu. Wolkig, regnerisch und mystisch war die Stimmung, als ich mich mit dem Schiff vom Pier 33 in Richtung Alcatraz fahren liess. Alcatraz, welches früher einfach als „Rock“, also als „Felsen“ bezeichnet wurde, liegt nur gut zwei Kilometer von San Francisco entfernt.

„Sie haben Anspruch auf Verpflegung, Kleidung, Unterbringung und Medizinische Versorgung. Alles andere sind Privilegien“. Das was Nummer 5 der Alcatraz Gefängnisregeln und Verordnungen von 1934.

Das US-Bundesgefängnis wurde zum Thema vieler Bücher und Filme und wurde auch aufgrund von Insassen wie Al Capone oder Robert Stoude, dem Vogelmann von Alcatraz, bekannt und wurde zum Symbol der Schattenseite von Amerika.

1963 wurde das Gefängnis aufgrund der steigenden Kosten geschlossen und heute werden tausenden Touristen via Autdio-Guide die Geschichte von Alcatraz erzählt. Und ich muss sagen: diese Tour ist eindrücklich. Man erhält einen guten Eindruck wie das Leben auf Alcatraz gewesen sein muss, da ehemalige Gefängniswärter wie auch ehemalige Gefangene erzählen, wie sie die Zeit auf dem Felsen erlebt haben. Es ist eindrücklich. Es ist unheimlich. Es ist düster. Und doch gab es auch ganz normales Leben dort. So erzählt zum Beispiel eine Frau, wie sie ihre Kindheit als Tochter eines Wärters auf Alcatraz erlebt hat und wie ihre Familie auf dem Felsen lebte.

Fluchtversuche von Alcatraz wurden zwar geplant und unternommen, schienen aber aussichtslos zu sein. Denn auch wenn man die Zelle irgendwie verlassen konnte, so hatte man eigentlich keine Chance, irgendwie lebend an Land zu kommen. Das Meer ist zum Schwimmen viel zu rauh und zu kalt und zudem lauern überall Haie. Wer einmal in Alcatraz war, schien auch dort zu bleiben.

Und wie sagt es der Spruch am Eingang von Alcatraz:

"Breche die Regeln und du gehst ins Gefängnis, breche die Gefängnisregeln und du gehst nach Alcatraz."