13. Aug, 2016

Luxemburgerlis oder Macarons - das ist hier die Frage

Als meine Freundin aus Berlin vor einigen Monaten bei mir auf Besuch war, war klar: ich MUSSTE sie unbedingt die weltbekannten und unglaublich super mega feinen Sprüngli-Luxenburgerlis probieren lassen. Und ich - als Luxemburgerliprofi - lernte ihr auch, wie man diese richtig isst. Denn meiner Meinung nach gibt es dazu nur eine einzige Möglichkeit, und zwar: Man halte das Luxemburgerli mit Daumen und Mittelfinger fest, lege es dann ganz vorsichtig auf die Zunge, drücke das Luxemburgerli auf der Zunge dann ganz sanft an den Gaumen und warte dann, bis es von alleine zerläuft. So und nicht anders isst man bzw. frau bzw. ich Luxemburgerlis. Aber auch meine Freundin lernte schnell und im 0,nix waren alle weg. Aber das müssen sie ja schliesslich auch, denn nicht umsonst steht "zum sofort geniessen" drauf.

Ich als Luxemburgerli-Profi wurde aber vor kurzem vor grosse Herausforderungen gestellt. Mein Besuch brachte mir nämlich keine Sprüngli-Luxemburgerlis sondern Vollenweider-Macaraons mit. Aber ich musste gestehen: schön sahen sie auch aus und super farbig dazu - und neugierig war ich, wie diese exotischen Sorten wie Mango/Thymian, Lakritze, Wasabi, Olio d'oliva exta vergine, Cassis, Vanille/Heidelbeer und wie sie alle hiessen schmeckten. Luxemburgerlis erprobt nahm ich also ein Macaron ganz vorsichtig mit Daumen und Mittelfinger und wollte es auf meiner Zunge zergehen lassen. Doch oh Schreck! Diese Dinger sind ja viel zu gross um ganz in den Mund zu schieben... Was nun? Am Rande der Verzweiflung und ohne Plan wie man diese Monster essen soll, schielte ich ganz unbemerkt zu meinem Besuch herüber und sah, dass dieser mehr Macarons-Erfahrung zu haben schien und genau wusste, was zu tun war. Genüsslich biss er nämlich einfach einen Teil ab. Ok. Das versuchte ich dann auch - und juhee - es klappte ganz gut! Super fein waren sie - diese übergrossen Luxemburgerlis - und ich muss gestehen, einen riesen Vorteil haben sie sogar. Da man diese ja nämlich abbeissen muss, ist es möglich, diese zu teilen und somit alle Sorten probiert zu haben. Bei Luxemburgerlis geht das ja nicht und somit bleibt dort immer das Gefühl, dass der andere bestimmt gerade das Allerbeste weggegessen hat.

Fazit: Solltet ihr mich mal besuchen kommen, sind ab sofort Luxemburgerlis oder Macarons herzlich willkommen. Es schmecken nämlich - wie ich finde - beide absolut toll.

PS: Liebes Vollenweider und lieber Sprüngli-Team. Bei so viel Werbung für beide von euch hätte ich nichts dagegen einzuwenden, wenn ich bei meinem nächsten Besucht bei euch eine Packung Macarons oder Luxemburgerlis als Geschenk erhalten würde ;)