25. Aug, 2018

7%, die Rhetorik und viel Blabla

Nein nein! Keine Angst Leute! Finny musste nicht mitkommen ans Rhetorikseminar, welches ich die letzten Tage besuchte. Sie konnte stattdessen mal wieder zu meinen Eltern in die Ferien und genoss das Superverwöhntwerden dort natürlich sehr.

Dass ich in den letzten Tagen verwöhnt wurde, kann ich dafür eher nicht behaupten. Denn die Seminartage waren lang und am Abend kamen nach dem Zusammensitzen mit den Teilnehmern, vor dem ins Bett gehen, auch noch die Hausaufgaben dran. Und es war heiss… So unglaublich heiss.. Im Seminarsaal genauso sehr wie draussen. Deodorant hin oder her, schweissgebadet waren wir ununterbrochen.

7% einer Rede soll der Inhalt sein – hiess es - der Rest  ist Körpersprache und Stimme. Und deshalb wurde an diesen Tagen auch am „Wie“ gefeilt, und nicht an dem, was bei eine Rede  „drin“ ist.

„Wer an seiner Rhetorik arbeitet, arbeitet an seiner Persönlichkeit.“ Diesen Satz hörten wir Teilnehmer immer wieder und ich kann bestätigen, dieser Satz ist wahr. Denn nicht nur ich, sondern noch ganz viele, sind in diesen Tagen irgendwann an einen Punkt gekommen, an dem sie am liebsten einfach davon gelaufen wären. Dann nämlich, wenn man körperlich oder mental an seine Blockaden, Grenzen, Hindernisse, oder Ängste kam. Umso cooler war dafür das Gefühl danach. Dann, wenn man es trotz Angst - oder was auch immer - trotzdem tat, es aushielt und somit veränderte.

Trotz den tollen Tagen mit vielen wunderbaren Menschen, war ich heute froh, wieder Zuhause zu sein und vor allem, meine kleine Finny kuscheln zu können. Doch schon bald wurde ich auch hier nochmals ans Seminar erinnert. Dann nämlich, als ich beim Spazierengehen mit meinem Hundi an einer Schafherde vorbeikam und es aussahen, als hielte ein Schaf gerade einen Vortrag. Ich habe mir daraufhin nochmals über die 7% Inhalt einer Rede Gedanken gemacht und gemerkt, das ist ja fast wie bei Hunden. Die verstehen ja auch nur ein paar Worte und der Rest ist Stimme, Körpersprache und ansonsten nur Blabla.

Und somit war auch meine logische Schlussfolgerung daraus schnell klar:

Wenn ich eine Rede halte und es ist neben den Zuhörern auch mein Hund dabei, dann versteht dieser gleich viel, wie die zuhörenden Menschen ;)