18. Jun, 2017

keine Ruhe und ruhe in Frieden

Eigentlich wollte ich euch heute erzählen, dass ich zwei ganz komische und innerlich unruhige Tage hinter mir hatte und deshalb heute was ganz besonders Schönes machen wollte. Ich stand deshalb schon früh auf und machte mich zusammen mit Finny auf den Weg zum Wägitalersee. Mein Ziel war es nämlich, eine neue Gegend zu erkunden und eine schöne Wanderung zu machen. Herr Google hat mir auch netterweise mitgeteilt, dass es mehrere tolle Wanderungen dort hätte und eine zum Beispiel um den See gehen würde. Das war also für mich Grund genug, mich wie gesagt schon früh auf den Weg zu machen.

Leider war jedoch das mit der Wanderung um den Wägitalersee eine doofe Idee. Denn leider hat mir Herr Google nicht mitgeteilt gehabt, dass es dort keinen speziellen Wanderweg gibt, sondern man auf der Strasse hätte laufen müssen. Alternativwanderungen, bei denen man ebenfalls nicht auf dem Asphalt hätte laufen müssen, konnte mir die Dame im Cafe leider auch keine guten anbieten, weshalb ich schon nach kürzester Zeit mein Hundi wieder einpackte und von diesem See wieder verschwand. Unser neues Ziel hiess nun: Bachtel. Denn der lag auf dem Nachhauseweg und da es in der Zwischenzeit ja auch schon später – und somit schon heiss war draussen – verzichteten wir darauf, noch eine allzu lange Wanderung zu unternehmen. Da schien der Bachtel ganz ideal zu sein.

Kurz bei Kaffe und Wasser in der Bachtelranch gestärkt, ging unser Spaziergang dann auch schon los. Schön war es hoch zum Turm zu laufen, dann zum Bachtelspalt und durch den Wald wieder zurück.

Aber irgendwie kam ich noch immer nicht wirklich zur Ruhe. Ich fühlte mich irgendwie ungut und komisch. Und dann erfuhr ich auch weshalb.

Ich erfuhr nämlich, dass jemand, den ich unglaublich lieb hatte, vor zwei Tagen verstorben ist. Es war meine Mama-Bali, mit welcher ich seit über 20 Jahren eine ganz enge und tiefe Beziehung hatte. Meine Mama-Bali und ich - wir verstanden uns mit dem Herzen. Und auch wenn wir so weit auseinander lebten und nicht dieselbe Sprache sprachen, so verband uns etwas so unbeschreiblich Tiefes, für was ich nicht mal passende Worte kenne. Wir hatten etwas so Kost- und Wunderbares und ich bin so unendlich dankbar, dass es meine Mama-Bali gab.

Meine liebe Mama-Bali. Bitte grüsse im Himmel Heinz von mir. Und ich bin sicher, wir werden uns zu einem späteren Zeitpunkt wieder sehen.

Jauh di mata, dekat di hati – selamt jalan