27. Okt, 2017

Tschüss Grippe - ich brauche meinen Hund zurück

Ich liege im Bett. Noch immer. Denn das mache ich seit ein Tagen bereits. Ich liege und ich schlafe. Mehr tu ich nicht. Die Grippe hat mich ziemlich im Griff. Finny ist bei meinen Eltern. Zum Glück. Denn ich bin wäre zu schlapp mit ihr raus zu gehen. Aber ich vermisse sie sehr. Mein Bett ist zu gross wenn sie nicht eine Seite davon in Beschlag nimmt.

Für alle, die jetzt ganz schrecklich zusammengezuckt sind: Ja. Ihr habt richtig gelesen! Finny schläft (normalerweise) bei mir im Bett! Und wisst ihr was! Das ist wunderbar!

Die ersten 3 Jahre war ich zwar ganz konsequent und dachte: „Ein Hund gehört definitiv nicht ins Bett. Alles was Recht ist. Überall hin kann der Hund. Aber das Bett bleibt tabu. Und überhaupt. Was, wenn mal ein netter Mann in mein Leben kommt und vielleicht sogar bei mir übernachtet. Und dann? Wie sollte das gehen, wenn dann dazwischen irgendwo noch ein Hund liegen würde.“

Solche und ähnliche Gedanken hatte ich damals.

Doch das änderte sich zum Glück. Denn meiner Mama ging es damals nicht sehr gut. Ich machte mir grosse Sorgen und brauchte deshalb ganz egoistischerweise die Nähe meines Fellknäuels - auch in der Nacht. Ich brauchte die Liebe und die Nähe von Finny sehr. Und hätte ich gewusst, wie schön sich das anfühlt, hätte ich bestimmt nicht drei Jahre damit gewartet, es zu tun.

Denn ganz ehrlich. Es gibt fast nichts Schöneres, als zu merken, wie sich dein kleiner Fellknäuel an dich kuschelt und du darauf wartest, bis er friedlich einschläft. Oder wie er sich ganz genüsslich streckt, königlich gähnt und dann ganz tief seufzt. Oder wenn er beim Schlafen leise schnarcht und beim Träumen zappelt und grunzt. Oder dann, wenn du plötzlich irgendwelche Pfötchen im Gesicht hast oder der Schwanz dir um die Nase kitzelt. Oder dann, wenn du am Morgen durch einen liebevollen Zungenkuss oder einen Nasenstupser geweckt wirst und sich diese Fellnase dann nochmals ganz nah zu dir kuschelt und dir zeigt, dass sie dich mag. Dann - ja dann – weisst du, dass du das schon viel eher hättest machen sollen. Ich meine, diesen wunderbaren Fellknäuel ins Bett zu lassen. Denn ganz ehrlich. Es ist wirklich wunderschön, mit so viel Liebe einzuschlafen und ebenso schön, neben so viel Liebe wieder zu erwachen. Und nur so nebenbei: Käme ein Mann in mein Leben, der meinen Hund nicht auch lieben würde und der nicht ab und zu auch zu dritt im Bett kuscheln wollte, wäre dieser bei uns sowieso am falschen Platz.

So. Und jetzt finde ich wird es langsam Zeit, sich von dieser Grippe zu verabschieden. Denn ganz ehrlich: Ich möchte meinen Hund zurück.