Blog Seefeld

1. Okt, 2016

Was war das schon wieder für ein schöner Tag.

Ich nehme an ihr denkt langsam, dass ich übertreibe. Aber Seefeld und Petrus meinen es wirklich gut mit Finny und mir und präsentieren sich von der allerbesten Seite.

Zwar schlief ich - da ich etwas am kränkeln bin - heute Morgen etwas länger als geplant und war deshalb erst gegen Mittag bereit, mich in ein neues Abenteuer zu stürzen, aber das ist in Seefeld ja egal. Denn hier gibt es gleich vor der Haustüre so viele Möglichkeiten um kurze, mittlere oder lange Ausflüge zu unternehmen - ganz nach Lust und Laune - oder eben je nach der Länge des Ausschlafens.

Ich entschied mich heute, mit Finny zur Sonnenalm auf den Gschwandkopf zu gehen. Dazu fuhren wir bis zur Sportalm und entschieden und dort, nicht den Sessellift zu nehmen, sondern hoch zu laufen. Das war eine gute Idee und wir genossen unsere kleine Bergwanderung sehr. Oben angekommen wurden wir nicht nur mit einem traumhaften Panorama belohnt, sondern auch mit einer wunderschönen Alpwirtschaft. Und einmal mehr staunte ich, wie hier die Blumen noch in allerschönster Pracht blühen, währenddem sie bei uns Zuhause schon lange verblüht sind.

Bei strahlendem Sonnenschein und äusserst angenehmen Temperaturen, machten Finny und ich es uns auf der Terrasse auf einem leuchtend gelben Liegestuhl gemütlich und genossen es sehr, hier zu sein.

Nach "Dolce far niente - österreichisch Style" setze ich Finny in die mitgebrachte spezielle Umhänge-Hunde-Tasche und dann liessen wir uns auf dem Sessellift schwebend, wieder ins Tal chauffieren.

Heil unten angekommen spazierten wir dann zuerst in Richtung Mösern, bevor wir das Seekircherl bestaunten und zu meinem Lieblingsplatz - dem Ort mit den 12 Apostel-Steinen - hoch gingen. Von diesem Platz aus konnten wir dann wieder auf das Kircherl runter schauen, den Gschwandkopf von unten bestaunen und auf der anderen Seite den Blick über den See schweifen lassen.

Und - das alles haben wir in wenigen Stunden erlebt. Unglaublich. Aber hier liegt einfach alles Schöne direkt vor der Haustüre.

Und nun gehen wir schon bald ins Bett - sodass wir dann morgen hoffentlich wieder ganz fit sind.

Guets Nächtle auch euch.

 

Fotos von unserer kleinen Wanderung seht ihr hier:

http://www.aus-unserer-sicht.ch/431047350

 

29. Sep, 2016

Dass das Städtchen Seefeld wunderschön ist, wusste ich. Dass die Umgebung von Seefeld wunderschön ist, wusste ich auch. Und dass es sicherlich wunderschön sein müsste, das alles von einer Pferdekutsche aus - welche es ja einige hier in Seefeld gibt - bestaunen zu können, das konnte ich nur erahnen. Aber nie hätte ich gedacht, dass Finny und ich das selbst mal erleben können.

Aber ob ihrs glaubt oder nicht - genau das durften wir gestern Nachmittag tun!

Wie kleine Prinzessinnen wurden wir direkt bei unserem Hotel mit einer Privatkutsche abgeholt und durften - da wir ja die einzigen Gäste waren - sogar zum Kutscher nach vorne sitzen. Wooow - bzw. mei - was das schee!

Zwar wusste Finny zu Beginn nicht genau, was sie von diesen riesigen und schönen Pferden direkt vor ihr halten sollte, aber bald merkte ich, wie sie sich sichtlich entspannte und es genoss, das Leben von dieser neuen Perspektive aus zu betrachten.

Und ja - mir ging es genauso.

Denn irgendwie ist aus dieser Sicht alles etwas anders. Du brauchst nichts zu tun. Nur zu staunen und zu geniessen. Du bist etwas erhöht und hast einen wunderbaren Blick über alles. Und doch bestimmst nicht du, wie schnell deine Reise geht, sondern du vertraust einfach diesen wunderbaren Tieren, die das Tempo angeben. Es geht voran - aber langsam genug, sodass du Zeit hast, alles auf- und wahrzunehmen.

Entschleunigen und zur Ruhe kommen. Staunen und Geniessen. Mehr kannst und musst du nicht tun.

Ok. Zu kannst dich auch noch ein wenig wie eine Königin fühlen, wenn du an all den Leuten vorbeifährst, die dich anlächeln und (ziemlich sicher) etwas beneiden.

Die traumhafte, ruhige und erholsame Kutschenfahrt führte uns vom Bergresort ins Dorf, vorbei an der Kutschenstation zum See, von dort aus um den See in den Wald und dann hinter dem Golfplatz zurück ins Dorf - natürlich nicht, ohne dabei das Wettersteingebirge, die Hohe Munde und die "tirolerischen Dolomiten" - welche offiziell anders heissen - bestaunt zu haben.

Für mich war diese Kutschenfahrt wirklich ein tolles Geschenk und ich denke, dass wenn man mal wieder richtig gestresst und in Eile ist, sich vielleicht einfach mit der Kutsche zum nächsten Termin chauffieren lassen sollte.   

 

Hier geht es zu den Fotos:

http://www.aus-unserer-sicht.ch/431047350

 

28. Sep, 2016

Wer Reeds & Strings ist, wusste ich bis heute Morgen nicht. Und was ich mir unter einer musikalischen Reise durch Lateinamerika genau vorstellen sollte, auch nicht. Und überhaupt - was "Musik am Möserersee" genau zu bedeuten hat, war mich auch nicht so richtig klar.

Aber die Aussage "Musik - die schönste Sprache der Welt" fand ich gut und die Frage "Was gibt es Schöneres, als den Tag mit Musik an einem See zu beginnen" fand ich eine tolle Vorstellung.

Und deshalb - auch wenn ich als der Wecker klingelte nicht sicher war, ob das wirklich eine gute Idee war - machte ich mich recht früh und bei noch kalten 5 Grad zum Möserer See auf; der nur ein paar Kilometer von Seefeld entfernt ist.

Pünktlich - wie hätte es für eine Schweizerin anders sein können - war ich um 08.30 Uhr beim Seestüberl-Steg.

Es war eine eigenartige, wunderbare, faszinierende und fast etwas unwirkliche Stimmung. Die Sonne beschien die Bäume am Ufer, welche sich dann im Wasser spiegelten und der Steg, auf dem zwei Stühle, verschiedene Instrumente und zwei Tee trinkende und sich aufwärmende Männer standen, lag noch im Schatten.

Ich fragte die beiden Herren, ob sie denn nur für mich spielen würden und sie sagten: "Nein, nein. Es wären schon noch andere Zuschauer da - die würden sich nur noch hinter den Bäumen verstecken."

Und dann setzten sie sich nieder. Auf diese Stühle auf diesem Steg. Hinter ihnen spiegelten sich die Bäume im See. Und dann erklangen die ersten Töne.

Und dann... Ja dann war es einfach nur noch wunderbar.. Es war unglaublich schön wie die Klänge der Gitarre, des Saxophons und später auch der Klarinette, sich über den ganzen See ausbreiteten. Mir schien, als würden diese Töne einmal über den See tanzen um dann den direkten Weg in mein Herz zu finden.

Auch wenn - oder vielleicht auch gerade weil - nicht allzu viele Zuschauer den frühen Weg zum See gefunden haben und der Morgen zwar traumhaft schön aber noch bitterkalt war - vielleicht war es gerade diese Kombination, welche dieses Morgenkonzert so speziell und für mich unvergesslich machte.

Ich kann nur sagen: Danke lieber Walter Tolloy und Markus Geyer alias Reeds & Strings für dieses einmalige Erlebnis.

Ein grosses DANKESCHÖN geht aber auch an die Olympiaregion Seefeld, welche so wunderbare Erlebnisse ihren Gästen - also uns - schenkt!

 

die Fotos dazu findet ihr hier:

http://www.aus-unserer-sicht.ch/431047350

 

27. Sep, 2016

Mein heutiges Highlight war der Ausflug zur Rosshütte. Finny und ich machten uns heute Morgen - trotz etwas bewölktem Wetter - guten Mutes und voll motiviert auf zur Rosshütte-Zahnradbahn-Station. Wir genossen beide die Fahrt und die schöne Aussicht und alles lief "tip top" bis wir bei der Rosshütte ankamen. Dort aber blieb mir für einen kurzen Moment fast mein Herz stehen und ich dachte: "Oh nein! Bloss das nicht!" Denn obwohl ich ja ein Schweizer-Madel und somit die Berge gewöhnt bin und ausserdem super gerne skifahre, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass das mit der Höhe und in den Lüften schweben nicht so wirklich mein Ding ist und ich es deshalb auch nicht wirklich gern habe, mit Gondeln oder Ähnlichem zu fahren. Und das was ich da bei der Rosshütte sah, war ja nicht einfach eine Gondel - sondern ein super antikes Teil davon! Um genau zu sein, ein Unikat von 1958, wie mir "Herr Google" etwas später erklärte.

Also was nun? Zum Mittagessen in der Rosshütte war es noch zu früh. Zu regnen begann es auch nicht, so dass ich hätte sagen können, dass ich halt aufgrund des schlechten Wetters hätte runter müssen. Runter nach Seefeld laufen, konnte ich aufgrund einer Fussverletzung auch nicht und outen als Angsthase kam natürlich überhaupt nicht in Frage.

Es blieb mir also wirklich nichts anderes übrig, als mich geistig auf diese antike Gondelfahrt einzustellen.

Dies tat ich, indem ich bei der Rosshütte den Zirbenweg-Spaziergang machte. Wunderschön war dieser schmale Waldweg, der einem zur Ruhe kommen und den Duft der Bäume und des weichen und mit vielen Wurzeln bewachsenen Bodens riechen lässt. Alle paar Meter stehen zudem Bänke, auf welche man sich setzen und einfach den Moment, die Ruhe und die Aussicht geniessen kann.

Finny und ich genossen diesen Zirbenweg sehr und als wir zurück bei der Rosshütte waren, war ich bereit, mich todesmutig in diese 12-er Gondel zu begeben. Und ich muss sagen, die Fahrt war gar nicht schlimm. Vielleicht lag es daran, dass sich Finny völlig entspannt auf meinen Armen hingelegt hatte oder vielleicht auch einfach daran, dass ich dachte: "Wenn diese Gondel seit 1958 im Einsatz ist, dann weiss die was sie tut". Langsam aber sicher kamen wir beim Seefelder Joch auf 2080 m an und genossen dort den Rund- und Weitblick sehr.  

Später zurück in der Rosshütte habe ich dann super lecker zu Mittag gegessen und mich mit dem netten Kellner unterhalten. Und ich muss halt mal wieder sagen: die Tiroler sind halt schon "fäsche Lait".

Zurück in Seefeld sind Finny und ich dann noch kurz durch das Dorf spaziert und haben danach in Völs geschaut, was der Österreichische Fressnapf und der Hervis zu bieten haben und waren danach einfach nur noch Nickerchen- und Wellness-reif.

PS. Die Fotos von unserem Rosshütten-Ausflung findet ihr auf unserem Blog www.aus-unserer-sicht.ch unter der Rubrik Seefeld und Umgebung / Fotoalbum Seefeld

26. Sep, 2016

Eigentlich...

Also wenn meine Einträge mit "eigentlich" beginnen, heisst das "eigentlich" immer, dass mein Tag viel besser wurde, als ich "eigentlich" erwartet habe.

So auch heute. Denn "eigentlich" hatte ich nur vor, ins 15 Autominuten entfernte Oberbayrische Mittenwald zu fahren, dort einen Kaffee zu trinken und gleich wieder nach Seefeld zurück zu fahren. Aber eben - manchmal kommt es anders...

Denn als wir im sehr schönen Traditionsgasthaus Alpenrose mitten in der Fussgängerzone von Mittenwald unseren Kaffee genossen, kamen wir mit der äusserst charmanten Dame von der Alpenrose ins Gespräch. Von ihr bekamen wir den super Tipp, übers Laintal bis zum Lautersee zu spazieren. Das wäre ein wunderbarer Weg und dieser würde Finny und mir bestimmt gut gefallen. Und ja! Das tat er auch! Sehr sogar!

Gleich nachdem ich mir in Mittenwal ganz unverhofft noch ein Dirndl gekauft habe, machten Finny und ich uns nämlich auf, dem geologischen Lehrpfad die Laintalschlucht hoch zu folgen. Es war richtig eindrücklich wie das Getöse der diversen Wasserfälle manchmal ganz laut war und dann einige Meter weiter nur noch das leise Plätschern des Lainbachs zu hören war. Und Finny und ich auf diesem schmalen und teilweise ziemlich steilen Pfad - inmitten dieser Naturgewalten von Fels und Wasser. Es war wirklich schön und hat mich irgendwie bewogen, ganz ruhig zu werden.

Oben auf 1013 Metern angekommen staunte ich dann nicht schlecht, als sich plötzlich eine wunderschöne Fläche auftat. Es begrüsste uns eine moosige und liebliche Landschaft, der wunderschöne kleine Bergsee sowie das imposante Karwendelmassiv im Hintergrund. Finny und ich genossen die Aussicht sowie die vielen uns unbekannten Gerüche sehr.

Uns gefiel es sogar so sehr, dass wir noch genüsslich um den See spazierten, bevor wir dann denn etwas einfacheren Weg zurück nach Mittenwald wählten.

Also "eigentlich" sind Finny und ich uns einig: "Eigentlich" ist das ein Tag nach unserem Geschmack!  

PS: die Fotos von unserer schönen Wanderung sind auf unserem Blog unter Seefeld / Fotoalbum Seefeld und Umgebung aufgeschalten. Viel Spass beim Anschauen