27. Sep, 2016

Von der Rosshütte bis zum Seefelder Joch

Mein heutiges Highlight war der Ausflug zur Rosshütte. Finny und ich machten uns heute Morgen - trotz etwas bewölktem Wetter - guten Mutes und voll motiviert auf zur Rosshütte-Zahnradbahn-Station. Wir genossen beide die Fahrt und die schöne Aussicht und alles lief "tip top" bis wir bei der Rosshütte ankamen. Dort aber blieb mir für einen kurzen Moment fast mein Herz stehen und ich dachte: "Oh nein! Bloss das nicht!" Denn obwohl ich ja ein Schweizer-Madel und somit die Berge gewöhnt bin und ausserdem super gerne skifahre, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass das mit der Höhe und in den Lüften schweben nicht so wirklich mein Ding ist und ich es deshalb auch nicht wirklich gern habe, mit Gondeln oder Ähnlichem zu fahren. Und das was ich da bei der Rosshütte sah, war ja nicht einfach eine Gondel - sondern ein super antikes Teil davon! Um genau zu sein, ein Unikat von 1958, wie mir "Herr Google" etwas später erklärte.

Also was nun? Zum Mittagessen in der Rosshütte war es noch zu früh. Zu regnen begann es auch nicht, so dass ich hätte sagen können, dass ich halt aufgrund des schlechten Wetters hätte runter müssen. Runter nach Seefeld laufen, konnte ich aufgrund einer Fussverletzung auch nicht und outen als Angsthase kam natürlich überhaupt nicht in Frage.

Es blieb mir also wirklich nichts anderes übrig, als mich geistig auf diese antike Gondelfahrt einzustellen.

Dies tat ich, indem ich bei der Rosshütte den Zirbenweg-Spaziergang machte. Wunderschön war dieser schmale Waldweg, der einem zur Ruhe kommen und den Duft der Bäume und des weichen und mit vielen Wurzeln bewachsenen Bodens riechen lässt. Alle paar Meter stehen zudem Bänke, auf welche man sich setzen und einfach den Moment, die Ruhe und die Aussicht geniessen kann.

Finny und ich genossen diesen Zirbenweg sehr und als wir zurück bei der Rosshütte waren, war ich bereit, mich todesmutig in diese 12-er Gondel zu begeben. Und ich muss sagen, die Fahrt war gar nicht schlimm. Vielleicht lag es daran, dass sich Finny völlig entspannt auf meinen Armen hingelegt hatte oder vielleicht auch einfach daran, dass ich dachte: "Wenn diese Gondel seit 1958 im Einsatz ist, dann weiss die was sie tut". Langsam aber sicher kamen wir beim Seefelder Joch auf 2080 m an und genossen dort den Rund- und Weitblick sehr.  

Später zurück in der Rosshütte habe ich dann super lecker zu Mittag gegessen und mich mit dem netten Kellner unterhalten. Und ich muss halt mal wieder sagen: die Tiroler sind halt schon "fäsche Lait".

Zurück in Seefeld sind Finny und ich dann noch kurz durch das Dorf spaziert und haben danach in Völs geschaut, was der Österreichische Fressnapf und der Hervis zu bieten haben und waren danach einfach nur noch Nickerchen- und Wellness-reif.

PS. Die Fotos von unserem Rosshütten-Ausflung findet ihr auf unserem Blog www.aus-unserer-sicht.ch unter der Rubrik Seefeld und Umgebung / Fotoalbum Seefeld