9. Apr, 2018

Im Wald

Ich war im Wald mit Finny. Es war schön mit ihr einen Spaziergang zu machen, auch wenn dieser noch immer nicht allzu lange ausfällt, da ich noch schnell müde werde. Und trotzdem war es schön. Sehr schön sogar. Und wenn ich daran denke, dass ich das nun schon wieder für eine längere Zeit nicht tun kann, stockt mir der Atem. Es schnürt mir die Kehle zu und ich versuche nicht zu weinen. Denn eigentlich hätte ja jetzt langsam alles gut sein sollen und ich hätte schon bald wieder mit Arbeiten beginnen sollen. Aber eben. Da kommt dieses „eigentlich“ ins Spiel. Denn manchmal läuft halt nicht alles nach Plan im Leben. So wie jetzt.

Übermorgen rücke ich nochmals ein. Nur dieses Mal weiss ich, was mich erwartet. Und ehrlich gesagt macht es das nicht wirklich einfacher. Ich habe Respekt vor den körperlichen und mentalen Strapazen und hoffe, dass ich das alles erneut gut übersteh.

Aber ja. Ich weiss natürlich, dass ich in den besten Händen bin und das Leben und das Universum es gut mit mir meinen und nun diese OP halt nochmals sein muss. Und ich weiss auch, dass Finny während meiner Abwesenheit wieder am allerbesten Ort ist, ich mir um sie keine Sorgen machen muss und es ihr wunderbar gehen wird.

Und trotzdem – ja ich gebe es zu – gerade jetzt wünschte ich mir, ich könnte es umgehen. Und ja – ich habe auch etwas Schiss.

Aber ich weiss, es wird alles wunderbar klappen und schon bald werde ich auf dem Weg der Genesung sein. Und doch bin ich dankbar, um alle, die am Mittwochmorgen – geplant ist um 8.30 Uhr – an mich denken und mir so auch auf diesem Weg Unterstützung geben. Denn ja – auch wenn ich stark und positiv eingestellt bin – Unterstützung nehme ich sehr gerne dankend an - von allen Seiten. Denn das ist etwas, was ich gelernt habe in der Zwischenzeit. Zum Glück. Denn das tut gut, ist hilfreich und wunderbar.