16. Apr, 2018

Hin und her

Ich sitze am Fenster und schaue auf den kleinen Park. Er sieht schön aus und gerne würde ich sagen, es geht mir richtig gut. Aber das wäre gelogen. Denn ja. Ich komme gerade ziemlich an meine Grenzen. Ich versuche positiv, stark und vertrauend zu sein und weiss auch, dass ich das bin. Ich weiss, dass ich eine wirklich gute Grundeinstellung habe und in den letzten Jahren Situationen gemeistert habe und sogar gestärkt daraus hervorgegangen bin, bei denen andere daran zerbrochen wären. Aber ja. Die letzten Wochen und Monate zehren an meinen Reserven und fordern mich ungemein. Denn nicht nur die körperlichen Strapazen sondern auch die mentalen waren enorm. Und sind es leider noch immer. Noch immer ist es ein hin und her und man kann sich auf nichts einstellen. Einmal heisst es „links“ und dann wieder „rechts“, dann heisst es sicher nicht „oben“ und dann ist es doch genau so.

Aber ja. Ich weiss, ich muss auch hier durchgehen und irgendwas will mich dieses hin und her sicherlich lehren. Aber ich gebe es zu: es ist wirklich anstrengend und manchmal habe ich auch einfach keine Lust mehr dazu. Manchmal wünschte ich mir ich wüsste nun endlich, auf was ich mich einstellen muss. Denn das kann ich – da bin ich sicher. Und ich wünsche mir deshalb, mit diesem hin und her, wäre nun endlich Schluss.

Aber ja… Das entscheide ich halt nicht alleine. Also versuche ich weiterhin mich in Geduld zu üben und zu vertrauen, dass wie immer alles so kommt, wie es kommen muss.

Aber ja. Die Momente der Ungeduld gibt es halt schon auch, solche, die an den Nerven zehren. Aber ich glaube, diese Momente dürfen auch ihren Platz haben, denn das haben die sich ja irgendwie auch verdient.

Doch jetzt reicht es damit auch wieder! Denn in diesen Gefühlen stecken zu bleiben wäre gar nicht gut. Jetzt atme ich ein paar Mal tief durch und schaue wieder nach vorne. Und ich weiss, dass ich das kann und noch weiterhin Geduld habe.