Blog Teil 2+3

21. Jan, 2019

Zwar war für heute nicht so richtig schönes Wetter angesagt. Aber das störte mich nicht. Ich wolle unbedingt mit Finny irgendwo in die Berge. Genauer gesagt, in den Schnee. Die letzten zwei Tage verbrachten wir nämlich nicht zusammen und deshalb freute ich mich umso mehr.

So fuhren wir heute Morgen also los, in Richtung Toggenburg. Gamplüt sollte unser Ziel sein. Die Sonnenseite des Toggenburgs. Naja. Mit der Sonne, war es jedoch so eine Sache. Bis kurz vor Wildhaus, war davon nämlich definitiv noch nichts zu sehen, sondern dichter Nebel war stattdessen angesagt. Bei der Bahnstation angekommen, war zwar der Nebel verschwunden, aber wirklich schön, war es nicht. Aber das war egal. Ich habe beschlossen, dass es ein fantastischer Tag werden soll, und das liess ich mir nicht nehmen. Nicht vom Wetter und auch nicht davon, dass kaum war ich auf dem Parkplatz angekommen, auch gleich die Gondelbahn losfahren wollte. Zwar riefen die Leute noch, dass wenn wir uns sehr beeilen würden, wir noch mitfahren können, aber auf Stress war ich definitiv nicht eingestellt. Nein, nein.. Sollten die nur ohne uns hochfahren. Ich wollte es lieber gemütlich nehmen und entschied, die Gondel, die eine halbe Stunde später fuhr, zu bevorzugen.

Überhaupt war heute ein Tag, an dem ich mich absolut durch nichts und niemanden stressen liess. Im Gegenteil. Geniessen wollte ich den Tag. Und dazu gehörte auch, dass wir uns nach der gemütlichen Fahrt mit der Gondel im Bergrestaurant Gamplüt als erstes einen feinen Tee und einen Mandelgipfel gönnten und dabei ein nettes Gespräch mit der freundlichen Dame vom Restaurant führten. Wir plauderten über Gott und die Welt, das Wetter, über die Lawinen von letzter Woche auf dem Säntis und davon, welchen Weg ich am besten dann runter ins Tal nehmen soll. Friedlich war es, dort oben auf Gamplüt und ich genoss meinen Aufenthalt sehr. Und eilig hatte ich es auch nicht. Ich wusste ja, dass der Weg nach unten nur ca. einen Stunde dauern sollte. Also hatte ich es nicht pressant.

Ganz gemütlich spazierten Finny und ich dann los.

Gestaunt habe ich dann nicht schlecht, als sich plötzlich der Himmel aufmachte und die Sonne in ihrer ganzen Pracht zu strahlen begann. Es war ein Traum. Der Blick auf die Churfirsten. Die traumhafte Winterlandschaft... Ich konnte mich kaum sattsehen, so schön war es da. Ich blieb immer wieder stehen oder setzte mich irgendwo hin, genoss es und saugte es auf und staunte über so viel Schönheit der Natur.

Und dann überlegte ich mir, ob die Menschen, die kurz vor mir mit dem Schlitten vom Gamplüt ins Tal gedonnert sind, sich wohl auch mal die Zeit genommen haben, das alles zu geniessen. Oder ob sie, wie so viele andere Menschen, einfach die Taktik verfolgen: „Gring abe und seckle“ (was für meine deutschen Freunde so viel bedeutet wie: Kopf runter und rennen). Denn werden wir nicht eher dafür getrimmt im Leben, Ziele zu fokussieren und diese schnellstmöglich zu erreichen? Nicht links und nicht rechts zu schauen, sondern auf dem direkten Weg drauf los?

Versteht mich jetzt nicht falsch. Auch ich finde es wunderbar und sehr wichtig, Ziele zu haben und diese zu verfolgen. Aber vielleicht müssen wir uns dazu ja gar nicht auf die Überholspur begeben. Vielleicht kommen wir ja auch zum Ziel, wenn wir alles etwas ruhiger angehen und uns zwischendurch auch immer mal wieder Pausen gönnen. Und ist es nicht schön, wenn wir zudem Zeit haben zu realisieren, wie sich bei jedem Schritt etwas verändert. Denn jeder Schritt verändert doch den Blickwinkel wieder um ein kleines Stück.

Und in diesem Sinne tendierte ich definitiv nicht zur Aussage „Gring abe und seckle“ sondern möchte viel lieber sagen: „Kopf hoch und langsam einen Schritt vor den anderen und geniessen, dass sich alles immer ein klein wenig verändert dabei.“

 

Und hier gehts zu unseren wunderschönen Gamplüt & Churfirsten Fotos: http://www.aus-unserer-sicht.ch/441321883

 

 

 

 

19. Jan, 2019

Ich bin in Engelberg. Ich bin müde. Müde aber glücklich. Denn heute war ich endlich mal wieder auf den Ski. Zum ersten Mal in dieser Saison. Eigentlich, zum ersten Mal, seit fast genau einem Jahr.

Und ja.. es ist viel passiert in diesem Jahr. Es gab die gesundheitlich und mental schwierigen Momente, aber es gab auch viel, was schön war, auf was ich stolz bin und was ich auf keinen Fall missen mag.

Aber Tatsache ist, dass ich heute, als ich endlich mal wieder auf meinen geliebten Brettern stand merkte, dass ich definitiv nicht mehr dieselbe Sandra bin, die ich noch vor einem Jahr war.

Ja, der Skianzug ist noch der gleiche und auch das Skifahren funktionierte – gottseidank – noch. Und doch… Ich habe mich verändert. Und ich glaube, ziemlich stark sogar. Meine Denkweise ist nicht mehr dieselbe. Meine Werte sind nicht mehr dieselben. Oder vielleicht muss ich eher sagen, es hat sich alles noch mehr intensiviert. Noch klarer gezeigt und bestätigt, was ich vorher schon annahm.

Ja. Und so stand ich also heute vor der ersten Abfahrt auf diesem Berg und war für einen Moment nervös und gar nicht mehr so sicher, ob ich das Skifahren überhaupt noch will und falls ja, ob ich es überhaupt noch kann.

Doch gottlob war es mir schon nach den ersten zwei Schwüngen wieder absolut klar, weshalb ich dieses Skifahren schon immer so liebte und ich war froh, als ich merkte, dass ich es auch problemlos noch kann.

Ja. Mein Skitag heute war herrlich und er hat mir richtig gut getan. Körperlich wie auch mental. Und ich finde es irgendwie beruhigend, dass es Dinge gibt, die tun einem einfach immer gut, egal wie man sich auch immer verändert hat. Ok. Zugegeben. Mein Skitag war heute kürzer als er früher noch gewesen wäre; aber auch das ist ja völlig egal. Denn wir wissen es ja alle: Es kommt ja einzig und allein auf die Qualität an. Und ich habe meine heutigen Stunden auf der Piste, bei Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen in vollen Zügen genossen und kann deshalb sagen: ja, es war einfach wunderbar.

Jetzt bin ich voll ko und werde schon bald wundervoll schlafen und träumen, von meine Stöckli-Skis, die eine fantastische Spur ziehen in den Schnee… und sage deshalb: Ski-Heil & gute Nacht

6. Jan, 2019

Es ist Sonntag, der 6. Januar 2019 und ich überlege mir, wie mein neues Jahr begonnen hat. Mein Resümee lautet: fantastisch. Ja. Fantastisch hat es gestartet, mein 2019. Nicht weil alles nur schön und toll war, sondern weil ich aus jedem Tag, so wie er war, das für mich Beste machte.

Den Silvester habe ich zusammen mit meiner lieben Finny in der Ferienwohnung meiner Schwester in Engelberg verbracht und nahm mir dort die Zeit, mein vergangenes Jahr nochmals ganz in Ruhe Revue passieren zu lassen. Ein Jahr, in dem ich vor allem viel lernte über Gesundheit bzw. Krankheit und dessen Sinn. Ein Jahr aber auch, in dem ich mir selber bewies, dass ich ES erreiche, wenn ich ES wirklich will und wenn ich entsprechend denke und handle. Ja. Und diesen Silvester habe ich mir also ganz alleine die Zeit genommen, das alles nochmals in Ruhe zu überdenken.

Am ersten Januar dann haben Finny und ich zusammen mit einem Bekannten, einen wundervollen Tag auf 1800 Meter über Meer auf dem Trübsee verbracht und dort die Sonne und den Schnee mit allen Sinnen genossen. Die weiteren Tage waren dann abwechselnd ein Mix aus Nebel, Graupelschauer und Schneegestöber und dann wieder aus Sonne und wundervoller Neuschneelandschaft. Aber wie immer auch das Wetter war und ob wir alleine oder in Gesellschaft unterwegs waren, uns beiden hat’s gefallen.

Denn wenn nicht, wären wir ja selbst Schuld gewesen. Denn wir entscheiden ja schliesslich, ob uns etwas gefällt, oder eben nicht. Wir entscheiden, ob wir immer dem anderen nachtrauern, oder ob wir geniessen können, das was gerade ist.

Ja. Und wir entscheiden ja schlussendlich auch, was wir mit und aus unserem Leben machen. Ob wir das tun, was man von uns erwartet. Ob wir das sagen, was man hören will. Ob wir uns klein machen, damit sich niemand klein fühlt neben uns. Oder ob wir endlich zeigen, weshalb wir hier auf die Erde gekommen sind. Jeder mit seinem eigenen Plan, mit seinen Aufgaben und mit seiner ganz eigenen Botschaft.

Ich auf jeden Fall, habe Lust, immer mehr diesen – den meinen - Weg zu gehen und ich möchte lernen aus dem was mir mein bisheriges Leben gezeigt hat; manchmal auf eine schöne Art, oft jedoch ziemlich schmerzvoll. Und ich möchte weiterhin von verschiedensten Menschen lernen, aber auch selbst inspirierend für andere Menschen sein.

Ja. Das werde ich immer mehr tun. Meinen eigenen Weg gehen. Und das 2019 hilft mir dabei. Denn ich bin sicher, in diesem Jahr kann ich vieles umsetzten, was schon lange in mir schlummert, ich jedoch noch nicht bereit war bisher, es richtig zu zeigen. Und deshalb: Ich freue mich darauf. Auf dieses 2019, welches fantastisch ist. Denn dass es das ist, habe ich bereits an Silvester beschlossen.

Und hier gehts zum Fotolink, von unserem fantastischem Jahresanfang: http://www.aus-unserer-sicht.ch/441321883

 

 

26. Dez, 2018

Hi Leute. Ich bin es mal wieder, eure Finny.

Wollt ihr wissen was ich heute gemacht habe?

Ich war mit meinem Frauchen in der Sonne und im Schnee! Das war mein Weihnachtsgeschenk von mir an mein Frauchen. Ich habe mir gedacht, dass sie sich sicherlich darüber sehr freut, weil sie ja diese Saison noch gar nie wirklich in den Bergen war im Winter und weder dieses weisse Zeug richtig gesehen hat, noch mit diesen zwei Brettern den Berg runter düsen konnte, wie sie es normalerweise im Winter gerne tut.

Ja. Und aus diesem Grund bin ich also wie erwähnt heute mit meinem Frauchen in den Ybrig gefahren und dann mit der Luftseilbahn von der Weglosen bis auf den Berg hinauf geschwebt. Da ich weiss, dass mein Frauchen die Höhe ja nicht so richtig toll findet, habe ich mich sicherheitshalber von ihr tragen lassen und mich ganz doll an sie geschmiegt, nicht dass sie noch Angst hat so ganz allein.

Oben auf dem Berg angekommen hat dann mein Frauchen nur noch gestrahlt. Dieses weisse Zeug war nämlich überall und mein Frauchen sagte, dass die Sonne lacht. Naja. Von dieser Lacherei habe ich zwar nichts gehört, aber schön fand ich es allemal.

Da ich ja nicht zum ersten Mal auf dem Hoch Ybrig war, kannte ich den Weg ganz genau, stapfte voraus und führte so mein Frauchen sicher und zielstrebig am See vorbei bis zur Fuederegg und von dort noch weiter bis zum Roggen Fredi und danach alles wieder zurück.

Ich sag euch Leute, mein Weihnachtsgeschenk an mein Frauchen, war ein voller Erfolg. Alle paar Meter blieb sie nämlich stehen und sagte: "Schau mal Finny wie schön das hier ist! Ein Traum!" Und wenn sie gekonnt hätte, hätte sie am liebsten jedes einzelne Schneeflöckchen geknipst. Aber das konnte ich ihr zum Glück noch ausreden. Und so machten wir den Deal, dass sie jeweils 10 Minuten laufen musste, bevor sie das nächste Bild schoss. So entstanden zwar immer noch viiiele Fotos, aber wir kamen doch auch irgendwann mal noch ans Ziel. Und zugegeben. Die Fotos sind toll. Aber schaut selbst.

Hier ist der Link: http://www.aus-unserer-sicht.ch/441321883

 

 

 

4. Dez, 2018

Ganz ehrlich. Als ich mich entschieden habe, ins Elsass zum Weihnachtsmarkt zu fahren, habe ich mich ja zwar schon gefreut, aber dass ich so begeistert zurückkommen würde, hätte ich im Traum nicht erwartet.

Denn eigentlich dachte ich: „Wenn du einen Weihnachtsmarkt kennst, kennst du alle.“

Doch da habe ich mich gewaltig getäuscht. Denn was ich die letzten drei Tage gesehen habe, war einfach nur ein Traum. Ein Traum von wunderbarer alter Architektur, gepaart mit liebevoll dekorierten Häusern, die dazu führten, dass die Weihnachtsstände zur absoluten Nebensache wurden und wir stattdessen staunend, beeindruckt und verzaubert durch die Gassen zogen.

Heute war Riquewihr an der Reihe und nach dem lieblichen Equisheim und dem fantastischen Colmar dachte ich nicht, dass dieser Ort mich nochmals aus den Socken hauen würde. Doch das tat er. Und dies, obwohl es schon am Morgen erstaunlich viele Leute hatte (was ich ja nicht wirklich so gerne mag) und das Wetter eher bescheiden war. Aber all das störte uns nicht. Im Gegenteil. Irgendwie passte es zu diesem Ort, der mich starkt an den Europa-Park erinnerte und ich mehrfach dachte, sowas Tolles könne doch gar nicht Wirklichkeit sein.

Dieser Ort, welcher mit seiner imposanten Festungsmauer und vor allem aufgrund seines unversehrten Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert, als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gekürt wurde, hat mich einfach nur verzaubert und ich glaube, dass ich wirklich noch nie ein schöneres Dorf gesehen habe; auf jeden Fall keines, dass zu Weihnachten so wundervoll geschmückt war, wie dieses. Ja. Man kommt sich in Riquewihr wirklich wie in einem grossen Museum, dem Europa-Park oder einer Traumwelt vor. Aber fantastisch war es alleweil und ich bin wirklich dankbar, dass ich das alles gesehen habe.

Und eines ist sicher. In dieser Gegend war ich nicht zum letzten Mal. Denn: Noël en Alsace est fantastique, aber diese wundervolle Gegend mit diesen atemberaubenden Orten ist bestimmt auch zu jeder anderen Jahreszeit ebenfalls wunderbar.

Und hier geht es zum Riquewihr-Fotolink: http://www.aus-unserer-sicht.ch/441321883

 

 

Und falls Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk braucht, mein Buch "11 Tage und mehr" ist ideal: http://www.aus-unserer-sicht.ch/440199664