Blog 2018 + 2019

10. Okt, 2019

Die „Morgenpost“ heute auf dem Tisch beim Morgenessen im Bergresort hat mir mitgeteilt, dass am Abend eine Yogastunde stattfinden wird.

Yoga…. Hmmm. Ich bin ja diesbezüglich nicht wirklich schlüssig, was ich darüber denken soll. Ich schwankte zwischen „ich finde das recht spannend und cool“ und zwischen „das macht ja in der Zwischenzeit wirklich jeder und jeder möchte ein „Yoga-Experte“ und trendy sein, also finde ich es uncool und voll doof“.

Ob es nun an der Tatsache gelegen hat, dass bei der Anzeige heute Morgen ein Bild des Yoga-Lehrers abgebildet war, oder daran, dass ich ja nicht über etwas urteilen kann, was ich selbst nicht ausprobiert habe, habe ich mich entschlossen, mich für diese Yogastunde anzumelden.

Die Idee fand ich so lange gut, bis ich kurz vor 17.00 Uhr an der Rezeption ankam und dort schon zwei andere Frauen warteten, die irgendwie aussahen, als hätten sie schon länger als ich geplant, diesen Kurs zu besuchen. Die waren nämlich Kleidertechnisch perfekt gestylt und mir sah man an, dass ich bis anhin keine Idee gehabt hatte, dieses Yoga heute zu tun.

Und genau das war der Moment, als ich dachte: „Ach du grüne Neune. Auf was hast du dich da mal wieder eingelassen…?“ Ich habe auch wirklich überlegt, ob ich einfach kneifen soll. Ich dachte, die können das bestimmt viel besser als ich und ich habe keine Lust, mich hier zum Affen zu machen. Ich bin schliesslich in den Ferien und muss gar nichts, wenn ich nicht will.

Doch dann ist mir zum Glück in den Sinn gekommen, dass ich schon mal gekniffen habe, nur weil ich dachte, dass die anderen es besser können als ich. Nämlich damals, als ich in der zweiten Klasse nicht zu diesem Kindertanzkurs gegangen bin, nur weil ich die ersten zwei Stunden nicht dabei sein konnte und ich danach dachte, dass die anderen es alle schon viel besser können als ich. Ich wollte nicht der Looser sein, also liess ich es ganz blieben. Die anderen Mädchen haben dann jahrelang getanzt und jedes Jahr was Tolles aufgeführt und ich habe immer zugeschaut und mich grün und blau geärgert, dass ich damals nicht einfach den Mut gehabt habe, mitzumachen, egal ob die anderen es besser konnten oder nicht.

Nein. Diesen Fehler wollte ich nicht nochmals machen und habe also heute entschieden, dass ich blieb. Als dann der wirklich super süsse und äusserst sympathische Yogalehrer (der wirklich ausschaut, wie gerade aus Instagram entsprungen) ankam, war ich zwar im ersten Moment wieder etwas irritiert, aber musste dann schmunzeln und dachte: Danke liebes Universum, denn falls ich dieses Yoga nicht kann, so habe ich doch wenigstens was fürs Aug ;)

Dass ich dann aber diese Yogastunde so toll finden würde, hätte ich wirklich in keinem Moment geglaubt. Ich glaube ich bin wirklich „angefixt“, wie eine von den anderen Damen es ausgedrückt hat und natürlich hat der tolle Lehrer auf seinem Instagram-Account und auf YouTube einen Follower mehr.

Und die Moral von der Geschicht?

„Yoga im Bergresort? Ich kan nur sagen: Probiere es aus! Denn im schlimmsten Fall hast du einfach etwas fürs Aug ;)“ Und für mich ist ab sofort absolut sicher, neben der wundervollen Bergresort-Wellnessanlage geniessen, steht ab sofort auch Yoga mit auf meinem Ferienprogramm.

Ihr wollt Fotos sehn? Kein Problem. Hier ist der Link zum Wellness und Yoga: http://www.aus-unserer-sicht.ch/443502653

 

8. Okt, 2019

Hallo Freunde. Ich bin’s. Eure Finny.
Heute war ich mal wieder Fotomodel. Ich habe ganz lange voll cool und professionell posiert, sag ich euch. Na gut. Die Landschaft war auch spitzte – muss ich ja zugeben. Aber ICH war vorallem toll!

Mein Frauchen meinte, dass mir das modeln wirklich im Blut liegt. Sie meinte auch, dass ich, wenn ich so weitermanche, sicher bald einen Vertrag mit Chanel, Hugo Boss, Playboy, Joop oder wie die alle heissen, bekommen werde.

Aber ganz ehrlich. Mir ist das eigentlich egal. Wichtig ist einfach, dass ich, wenn ich schön in die Kamera lächle, danach ein WIRKLICH gutes Leckerli bekomme, oder mindestens ein „suuuuuuuuuuuuuuuuper gemacht, herzallerliebste Finny-Maus und du siehst spitze aus!“ und xxxx Streicheleiheiten dazu. Dann, ja dann, lächle ich gerne auch weiterhin in die Kamera und werwandle eine auch sonst schon perfekte Landaschaft in ein Kunstwerk.

Ihr glaubt ich übertreibe???

Aber nein! Klickt doch einfach mal den Foto-Link an und seht selbst, wie traumhaft die Fotos vom heutigen Ausflug an den Möserer-See geworden sind: http://www.aus-unserer-sicht.ch/443502653

Habt Ihr die Fotos gesehen? Also gebt es zu: Ich habe recht! Sie sind traumhaft. Und ich bin bald ein professionelles Super-Model, oder etwa nicht?

 

 

6. Okt, 2019

Hallo… Huhu… Frauchen… Hörst du mich? Halloooooo… Was soll das? Du bist falsch. DAS ist nicht das Bergresort! Da gefällt es mir nicht. Komm, wir gehen sofort wieder zurück. Nein. Bestell nichts zum Trinken da. Nein. Hier setz ich mich auf keinen Fall hin. Ich weigere mich einfach – und bleib stehn. Vielleicht merkst du es dann, dass es mir hier wirklich nicht gefällt.

Ich bin doch ein Bergresort-Hündchen, das weisst du doch. Ein Bergresort-Stamm-Hund, was so viel heisst wie, dass ich es liebe, wenn sich alles um mich dreht. Ich finde es toll, dass ich schon vor dem Eingang meine Pfötchen abtrocknen lassen kann, mit flauschigen Tüchern, falls es mal etwas nass draussen war. Zudem finde ich es die richtige Reihenfolge, dass wenn wir einchecken, ich vor dir begrüsst werde und schnurstracks zu den super lieben Madels hinter die Empfangstheke darf. Finny hier, Finny da, rufen dann immer alle und kraulen mich, wie es schöner kaum sein kann. Eigentlich würde ich dann auch bereits ein paar Leckerlis bekommen, aber ich muss zugeben, die sind nicht so ganz nach meinem Gusto. Aber egal. Streicheln finde ich sowieso wichtiger als Futter, aber nett sind diese Leckerlis trotzdem irgendwie.

Dass ich dann natürlich im Zimmer meine eigene Bergresort-Hunde-Bettchen-Decke mit Hundenapf vorfinde, ist ja natürlich sonnenklar. 4+ Standard halt.

Die Hunde-Bettchen unten im Speisesaal, find ich auch voll toll. Dass du Frauchen dabei stundenlang isst, stört mich dabei eigentlich nicht. Hauptsache ich kann dort rumliegen und ab und zu mit einem anderen Hunde-Gast oder Menschen flirten. Also alles ganz gechillt und voll nett.

Dass der Agility-Platz zum Hotelgelände gehört, ist natürlich auch cool und echt praktisch, vor allem wenn man mal nicht so richtig weit laufen mag.

Und DAS Frauchen, wäre auch mein Plan gewesen für heute nach dem Essen. Kurz Beinheben im Agility-Park und dann schnurstracks zu Jean in die Bar. Dort hättest du von mir aus auch gerne noch was trinken können. Ein wenig quatschen. Ein wenig schauen, wer von den tollen Hundis sonst noch so im Hotel wär… Aber was hast du vorgezogen heute??? Im Regen ins Dorf zu laufen!! Boah! Ich bin echt empört und finde es skandalös, dass wir jetzt im Zentrum von Seefeld in irgend so einer Hotelbar sitzen müssen, ohne andere Hunde und überhaupt und grundsätzlich voll blöd.

… huch… ich glaube mein Frauchen hat endlich meine Gedanken erraten. Sie hat nämlich gerade gesagt: "Komm Finny. Wir gehen zurück. Hier gefällt es mir nicht. Lass uns nach Hause gehen. Ins Bergresort."

Boah. Sag ich ja schon lange… Also nix wie los! Back home. Bergresort wir flieeeeeeeeegennnn.

 Und hier sind noch ein paar Fotos vom heuigen Tag: http://www.aus-unserer-sicht.ch/443502653

 

31. Mai, 2019

 

Hi Leute. Ich bin’s endlich mal wieder. Eure Finny. Jaja… ich weiss. Lange ist es her, dass ich mich zum letzten Mal gemeldet habe. Aber wisst ihr, bei uns ist wirklich viel passiert. Und nicht wirklich Gutes. Im Gegenteil. Es war wirklich eine ganz schlimme Zeit.

Zuerst begriff ich gar nicht wirklich was los war. Ich merkte nur, dass alle super komisch waren und ich immer wieder vor so einem Gebäude auf dem «Spital» stand, im Auto warten musste und dann mein Frauchen, wenn sie endlich wieder kam, super traurig war. Auch die Mama von meinem Frauchen war ganz komisch und noch komischer war, dass «Vati» plötzlich in die Ferien gefahren zu sein schien. Er war nämlich nie Zuhause wenn ich Frauchens Mutti besuchte. Echt komisch war das, sag ich euch. Und noch schlimmer wurde es, als mein Frauchen mir auf einmal sagte, dass Vati gar nicht mehr zurückkommen würde.

Aber ehrlich. Ich verstehe das nicht! Bei niemandem ist es nämlich besser, zwischen den Beine zu sitzen und sich streicheln zu lassen. Das kann Vati nämlich echt super, sag ich euch. So super wie niemand sonst! Jawohl. Und ich weiss echt nicht, weshalb er das nie mehr machen sollte. Ich möchte wirklich, dass er bald zurückkommt! Mein Frauchen weinte in dieser Zeit oft, wenn sie glaubte, ich würde sie nicht hören und sagt mir dann, dass das leider nicht geht und wir erst wenn wir im Himmel sind, uns alle wieder sehn. Ich finde das aber echt doof und fände es wirklich besser, er würde einfach jetzt zurück kommen… Ich vermisse ihn nämlich sehr…

Und jetzt ging es zu allem Unglück auch Mutti noch so schlecht, dass mein Frauchen wirklich Angst hatte, dass sie auch schon bald auf diese Reise gehen würde, welche Vati gemacht hat. Aber mein Frauchen sagte, das wolle sie verhindern. Sie hat deshalb Mutti zu uns nach Hause genommen und sie drei Wochen lange aufgepäppelt, bis es ihr wieder besser ging.

Ja. Und jetzt sind wir drei also hier. Hier im Bergresort. Da wo wir ja eigentlich zusammen mit Vati wieder hin wollten. Und da, wo jetzt plötzlich alle Zeit für mich haben und ich so wie es scheint, der Star vom ganzen Hotel bin. Mein Frauchen sagt, das hätte ich ja auch verdient. Ich wäre die letzten Wochen und Monate wirklich etwas zu kurz gekommen und diese paar Tage würden wir drei einfach geniessen. Mit gutem Essen. Ruhe. Spielen. Streicheln. Spazieren. Kuscheln. An Vati denken. Und einfach sein.

Ok. Ich finde das eine gute Idee. Bei diesen Wellness-für-die-Seele-und-an-Vati-denken-Tagen bin ich dabei.

 

 

9. Okt, 2018

Ja. Es ist schön, die Welt zu erkunden und immer wieder Neues zu entdecken, fremde Länder zu bereisen und neue Orte zu besuchen. Ja. Es ist kein Geheimnis, dass ich es liebe, genau das zu tun.

Und doch gibt es etwas, was noch (fast) schöner ist als das. Nämlich, das an einen Ort zu kommen, bei dem man sich Zuhause fühlt. Dorthin zu gehen, wo das Herz sich wohl fühlt und man vielleicht sogar noch mehr daheim ist, als dort, wo man eigentlich wohnt. Und wenn man dann an diesem Ort noch Menschen findet, die zu wirklichen Freunden und fast ein bisschen Familie werden, dann finde ich, kann es schöner nicht sein.

In meinem Leben gibt es bisher drei solcher Orte. Das ist zum einen Ubud auf Bali, Laigueglia in Italien und es ist Seefeld im Tirol. Es sind drei Orte, die unterschiedlicher kaum sein können und doch liebe ich all diese Orte, mit den dazugehörigen Menschen, ungemein. Diese drei Orte haben mein Leben geprägt und ich bin unendlich dankbar dafür. Ja. Es sind die Orte und Landschaften, die mir im Herzen so gut tun, es sind die Unterkünfte, die mir das Gefühl von Zuhause geben und es sind die Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind.

Und fantastische Menschen, habe ich bei meinem jetzigen Aufenthalt in Seefeld wieder getroffen. Altbekannte und neue waren dabei. Neue, die ich bisher nicht kannte. Oder ich kannte sie schon. Oder besser gesagt, sie erkannten mich. Denn dieses Mal waren es sogar mehrere, die mich plötzlich ansprachen und sagen: „Ähm… Exgüsi… Du bist doch Sandra Finny, oder nicht? Die einen kannten mich von Facebook, die anderen von meinem Blog und die dritten von dem, was ich jeweils über mein Lieblingshotel dem Bergresort oder von Seefeld geschrieben hab. Und diese Begegnungen waren einfach wundervoll. Und da soll noch einer sagen, die virtuelle Welt wäre einfach nur anonym. Nein, auch virtuelle Freund- oder Bekanntschaften sind wertvoll, können zu realen Begegnungen und Freundschaften werden – und ich finde das einfach nur wunderbar.

Und deshalb sage ich euch da draussen und egal ob sich unsere Wege schon persönlich kreuzten oder nicht: Schön, dass es euch da draussen alle gibt!

Und jetzt gehe ich schlafen und bin dankbar, auch nach diesem Aufenthalt in Seefeld, wieder so wunderschöne Erinnerungen nach Hause bringen zu dürfen.