Blog Teil 2

10. Jan, 2022

Ich empfinde gerade eine tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit und Liebe. Heute vor 32142 bist du auf diese Erde gekommen. Du hast in diesen 32142 so viel Unterschiedliches gesehen und erlebt und hast so eine unglaubliche Veränderung von diesem Planeten miterleben können.

Du bist geboren in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg, in der es schwierig war Geld zu verdienen und deine Mutter deshalb ins Ausland musste, um das zu tun. Dann hast du erlebt, wie der zweite Weltkrieg ausbrach und du als Kind dich im Bunker verstecken musstest, wenn mal wieder der Fliegeralarm losging. Ich kann mir nicht vorstellen, wie viel Angst du gehabt haben musstest, jedes Mal, wenn das wieder geschah. Dann bist du schon als Teenager ganz alleine in die Schweiz gekommen, weil es damals nach dem Krieg in Österreich für dich kaum eine Arbeit gab. Ganz alleine hier angekommen hast du dann Arbeit gefunden und zum Glück auch irgendwann meinen Vati kennengelernt.

Schönes hast du erlebt, in diesen vielen Jahren, Spannendes und auch vieles, was Schrecklich und Unvorstellbar war. Du hast miterlebt, wie man WC’s im Haus installierte, wie es Waschmaschinen oder einen Fernseher gab. Du musstest aber auch deinen Sohn beerdigen, was kaum auszuhalten war. Und du musstest du dich vor einigen Jahren auch von deinem Ehemann verabschieden, er über 60 Jahre an deiner Seite war.

Du hast schlimme Dinge erlebt und doch bist du immer wieder aufgestanden und hast dich unterkriegen lassen. Ganz im Gegenteil. Mir war lange Zeit nicht klar, was für eine starke Frau du bist.

Auch der Virus hat dich nicht in die Knie gezwungen, sondern dich einfach noch mehr nach Innen geführt. Du nimmst an, was ist und machst das Beste aus einer Situation. 

Liebes Mami. Ich bin so stolz auf dich. Du klagst nicht. Du forderst nicht. Du bist dankbar. Du hältst dich geistig fit. Du bildest dich weiter. Du entwickelst dich weiter. Du tust heute Dinge, von denen du nie hättest dir träumen lassen, dass du das kannst.

Du bist ein Vorbild für mich, mein liebes Mami. Ein Vorbild, die allerbeste Mutter und meine nächste Bezugsperson noch dazu. Danke dass du mir das Leben geschenkt hast. Und ich feiere, dass du seit 32142 Tagen dich immer wieder entscheidest, aufzustehen. Du bist eine starke Frau. Schön, dass du mein Mami bist.

Alles erdenklich Liebe zu deinem Geburtstag wünsche ich dir.

 

 

www.sandrafinny.ch Vertrauen ins Leben / vertrauen - erinnern - verbinden 

www.trauertodundleben.ch  Begleitung beim Thema Trauer oder Tod

 

 

26. Sep, 2021

Was bin ich gerade geflasht und finde es gerade sowas von cool.

Gestern hatten wir bei unserer Weiterbildung das Thema Manifestation. Es ging darum, was der Unterschied ist, ob ich wähle oder ob ich entscheide. Denn das eine ist, zu entscheiden von den Möglichkeiten, die ich schon kenne und das andere ist, zu wählen von allem was da ist.

So in der Art, hatte ich das ja schon ganz oft gehört, doch so richtig klick gemacht, hat es gestern plötzlich und ich begann zu verstehen, was damit gemeint ist.

Heute Morgen habe ich mir darüber nochmals viele Gedanken gemacht. Ich habe in mich hineingespürt, in welchen Bereichen ich das schon verstanden habe und in welchen bisher noch nicht. Und ich entschied mich dann ganz bewusst, das Alte hinter mir zu lassen, und künftig auch in diesen Bereichen nicht nur zu entscheiden, sondern auch hier zu wählen.

Ich hing dann so meinen Gedanken nach und schlenderte Gedankenversunken neben meiner Finny her, als ich plötzlich stehen blieb und den Impuls hatte, mir die Kleeblätter am Wegrand genauer anzuschauen.

Leute. Ich dachte echt, ich sehe nicht recht, als ich genau vor mir mehrere vierblättrige Kleeblätter entdeckte!

Zuerst konnte ich es fast nicht glauben, da ich bisher - ich glaube - noch gar nie, solche entdeckte. Und jetzt waren genau da wo ich angehalten bin, nicht nur eines, sondern gleich mehrere. Und sie waren wirklich nur genau da und nicht weiter vorne und auch nicht weiter hinten.

Ich war geflasht. Und bin es noch immer.

Zufall – denkst du jetzt vielleicht?

Tja, vielleicht. Und vielleicht geht es auch ganz anders herum und das Glück fliegt dir zu, wenn du dazu die Wahl triffst.

Und deshalb sage ich: "Ja Leben. Ich bin hier. Ich lasse das Alte hinter mir und wähle." 

 

www.sandrafinny.ch

 

 

21. Sep, 2021

Dieser Satz war heute plötzlich da. Ich hörte ihn in mir drinnen. Und zugleich war ein Gefühl von tiefster Liebe da.

...

Ich sass draussen. Liess mich von der warmen herbstlichen Sonne wärmen und machte eine Chakra-Meditation.

Rot. Das Wurzelchakra.

Orange. Das Sakralchakra.

Gelb. Das Soarplexuschakra.

Grün. Das Herzchakra.

Und plötzlich war er da. Dieser Satz: sampai jumpa lagi. Und dazu das Bild von meiner «Mama-Bali». Ich spürte sie. Ich sah sie. Ganz nah. Und ich spürte diese unfassbare Liebe. Ich hörte diesen Satz. Auch wenn ich keine Ahnung mehr hatte, was seine Übersetzung überhaupt war.

Tief berührt nach der Meditation, nahm ich mein Handy zur Hand und fragte Google nach der Übersetzung von diesem Satz, den ich noch immer ganz klar in meinem Herzen vernehmen konnte und Google sagte, dass «sampai jumpa lagi» auf bahasa indonesia, also auf Indonesisch, die Bedeutung «wir sehen uns wieder» hat. 

Wow! Ja. Ich erinnerte mich wieder! Ja. Ich liebte diesen Satz. Und vor allem liebte ich meine Mama-Bali auf eine ganz ganz tiefe Weise, auch wenn wir eigentlich gar nie wirklich zusammen sprechen konnten, weil unsere Sprache nicht die Selbe war.  

Warum ich dir das erzähle ist, weil ich mal wieder so tief berührt bin darüber, wie wir über die Liebe verbunden bleiben, auch über dieses Erdenleben hinaus.

Und falls du nun denken solltest, dass es eher ein schöner Zufall war, dann macht das nichts. 

Aber ich geniesse es, diese Verbundenheit immer mal wieder spüren zu dürfen und ich sage  sampai jumpa lagi, zu allen, die bereits voraus gegangen sind. 

 

 

16. Sep, 2021

Es ist regnerisch. Zeit für eine Badewanne. Zeit sich einfach etwas einzukuscheln. Auf Youtube läuft gerade das Café am Rande der Welt. Ich liege einfach so da und lausche. Ich hörte gerade folgendes:

Ein Geschäftsmann reist zur Erholung an einen fremden Ort. Er reiste fort, um dem Alltag zu entfliehen. Er reiste fort, um seine Batterien wieder aufzuladen. Er flog weit weg, um in einem kleinen Dorf am Meer, seine Urlaubstage zu verbringen. Ein paar Tage lang beobachtete er die Dorfgemeinschaft und stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am Glücklichsten und Zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte wissen, woran das lag und so fragte er schliesslich den Fischer, was er jeden Tag tat. Der Mann antwortete ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zu Schule und er fuhr zum Fischen raus und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fischen für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen.

Der Geschäftsmann war fassungslos. «Machen sie das jeden Tag?», fragte er. „Meistens schon“, antwortete der Fischer. „Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus.“ „Und Sie können jeden Tag genügend Fische fangen?“ fragte der Geschäftsmann. „Ja“, antwortete der Fischer, „es gibt viele Fische.“ „Könnten Sie mehr Fische fangen, als Sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen?“, erkundigte sich der Geschäftsmann weiter. Der Fischer antwortete lächelnd: „Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie dann wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen.“

„Aber warum fischen Sie nicht den ganzen Tag und fangen so viele Fische, wie Sie können?“, hakte der Geschäftsmann nach. „Dann könnten Sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von zehn Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen könnten.

“Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. „Und warum sollte ich das tun?“ „Nun wegen des Geldes“, antwortete der Geschäftsmann. „Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe zu setzen.“ „Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun?“, fragte der Fischer. „Na ja, was immer Sie möchten, nehme ich an“, sagte der Geschäftsmann. „Etwa mit meiner Familie frühstücken?“, „Ja, zum Beispiel“, sagte der Geschäftsmann etwas verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte. „Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen?“, fuhr der Fischer fort. „Ich wüsste nicht, was dagegenspräche“, sagte der Geschäftsmann. „Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären immer noch genügend da. „Vielleicht könnte ich dann auch die Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenaufgang beobachten, während unsere Kinder im Meer schwämmen?“, fragte der Fischer.

„Sicher, alles, was Sie wollen, wobei Ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften“, sagte der Geschäftsmann.

Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung.

 

Vielleicht denken wir mal ein bisschen und in Ruhe über diese Geschichte nach.
Ich glaube, das lohnt sich. 

 

 

25. Jul, 2021

Ich war gerade mit Finny in der Stadt. Seit langem mal wieder. Denn aufgrund von Corona, hatte ich ehrlich gesagt lange Zeit gar keine Lust dazu. Und doch muss ich sagen, hat es mal wieder gutgetan, sich in meine Lieblingslokalität zu setzen und einen feinen Tee zu trinken.

«Ganz alleine», fragst du dich jetzt vielleicht? Und ich sage: «ja klar!»

«Boah Sandra, dass du das kannst»; «dass du dich getraust; dich einfach alleine irgendwohin zu setzen»; «also ich könnte das nicht»; «ich würde mir blöde vorkommen»; «was denken wohl die anderen Menschen»; «ich würde mich einsam fühlen»; "also ich mache das aus Prinzip nicht"… Solche und ähnliche Sätze höre ich immer wieder von Menschen - die wie ich - nicht in einer Beziehung sind.

Und dann höre ich auf der anderen Seite Menschen sagen: «Wow, so schön möchte ich es auch mal haben, einfach sich irgendwohin zu setzen und das zu tun, was ich gerade will.» Ja, diese Sätze sagen dann jene Menschen, die in einer Beziehung feststecken und die denken, dass dort ihre Individualität zu kurz kommt und welche sich danach sehnen, mal wieder einfach «nur» sich selbst zu sein.

Irgendwie schon komisch. Denn, warum denken oft Menschen die alleine sind, sie könnten nicht alleine irgendwohin gehen? Warum denken sie, wir müssten alle immer mindestens zu zweit durch die Welt gehen? Warum suggeriert uns die Gesellschaft oft, dass etwas mit uns nicht stimmt, wenn wir nicht in einer Beziehung sind? Wer redet uns ein, dass wir weniger Wert sind, wenn wir alleine durch das Leben gehen?

Und auf der anderen Seite stellt sich doch auch die Frage, warum so viele Menschen in Beziehungen sich wünschten, mal wieder etwas mehr sich selbst zu sein?

Irgendwie geht doch beides nicht wirklich auf. 

Wisst ihr, ich bin ganz fest der Überzeugung, dass wir alle hier auf diese Erde gekommen sind, mit einem ganz eigenen individuellen Plan. Einem Plan, den wir in die Realität umsetzen wollten und für dessen Erfüllung wir alle nötigen Fähigkeiten mitgenommen haben. Einem Plan, den wir «blöderweise» aber vergessen haben, als wir hier angekommen sind.

Und jetzt?

Jetzt sind so viele von uns hier und erinnern sich nicht mal mehr, dass es mal einen solchen Plan gab. Und dann gibt es die anderen, die den Plan von jemandem anderen übernommen haben. Und dann gibt es jene, die sich langsam immer mehr erinnern, die aber noch Angst haben, weil sie spüren, dass dann ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Und dann gibt es zum Glück auch jene, die sich bereits erinnerten und die mit allem was sie haben, das tun, was in ihnen ist. 

Hey aber Leute. Wir alle sind alleine hier runtergekommen. Mit unserem ganz individuellen Plan. Wir sind nicht weniger Wert, weil wir alleine durch die Welt gehen, und auch nicht, wenn wir in einer Beziehung sind und uns wünschen, dass unsere Individualität mehr gesehen wird.

Wir sind hier, weil wir eine Aufgabe zu erfüllen haben, für dessen Erfüllung wir in unserem ganz persönlichen Rucksack alles Nötige vorfinden. Wir müssen nur lernen, wieder hinzuschauen und uns zu erinnern. Und wenn wir das begonnen haben, dann lernen wir auch immer mehr unseren eigenen Wert (wieder)erkennen. Und dann ist das unabhängig davon, ob wir in einer Beziehung sind oder eben nicht. Und wenn wir beginnen, unseren ganz individuellen Plan zu erfüllen, dann macht alles Bisherige plötzlich absolut viel Sinn.

Lasst uns deshalb beginnen, uns wieder zu erinnern. Denn es wäre doch wirklich schade, wenn wir irgendwann zurückgehen würden und sagen müssten: «Ich habe meinen ganz eigenen Lebensplan nicht gelebt. Hier hast du, lieber Gott oder Universum, die mir mitgegebenen Fähigkeiten wieder zurück. Leider habe ich sie nicht benutzt.»

Das wäre doch wirklich ziemlich schade, und ehrlich gesagt auch etwas blöd.
Viel spannender ist doch deshalb die Frage: "Warum bin ich denn wirklich hier? Lebe ich das Leben, welches ich mir wünsche und erfülle ich den Plan, wegen dessen ich hier runtergekommen bin."

Für mich persönlich, ist das auf jeden Fall die spannendste aller Fragen und ich bin dankbar, dass ich meine Antwort darauf immer mehr am leben bin.  

 

Regenbogencoaching

vertrauen - verbinden - erinnern

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